
11. März 2026 23:01Jemima Klingbeil
Andacht 12.03.2026
Gedanken zum Thema: Kampf
Es war ein Dienstagmorgen. Die Schulglocke hatte gerade geläutet und ich betrat das Klassenzimmer. Ich war allein mit der Lehrerin und begann meinen speziellen Online-Diagnostiktest. Es war ein scheinbar stundenlanges erfolgloses Lösen mathematischer Probleme. Ich sah Zahlen vor mir aufleuchten und sollte sie lesen, aber ich konnte keine Antwort geben. Die Zeichen verschwammen vor meinen Augen. Jeder kleine Strich bildete eine komplexe Zahlenkombination – etwas, das ich nicht verstand.
Ich war in der fünften Klasse, als bei mir Dyskalkulie diagnostiziert wurde. Ich weiß noch, wie sehr ich mich über mich selbst ärgerte, weil ich diese Zahlen nicht sehen und verstehen konnte. Vor mir sah ich, wie in einem Tunnel, meine akademische Laufbahn. Stundenlanges Ringen mit Gleichungen und eimerweise vergossene Tränen über geometrische Formen und darüber, wie man deren Umfang und Radius messen kann.
Ich weiß noch, wie ich abends zu Gott betete, dass er mir diese Lernbeeinträchtigung wegnehme. Gott schien nicht zu antworten. Paulus schrieb in seinem Brief an die Korinther von einem ähnlichen Kampf, den er ausfocht. Ein nicht näher definierter „Pfahl“, mit dem er selbst zu ringen hatte. Paulus betete dreimal, doch Gott nahm das Problem nicht weg. Stattdessen diente er ihm als Erinnerung daran, dass er nur durch die Stärke Christi überleben und durch Gottes Gnade wachsen konnte.
Gott nahm meine Lernbeeinträchtigung nicht weg, aber wie Paulus habe ich gelernt, dass es in jedem dunklen Tunnel immer noch genug Licht gibt, um hindurch zu gelangen, und dass auch in meiner Schwäche – wie bei Paulus – die Stärke Christi vollkommen wird.
Zum Bibelvers: 2. Korinther 12,7–9
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Kampf
Es war ein Dienstagmorgen. Die Schulglocke hatte gerade geläutet und ich betrat das Klassenzimmer. Ich war allein mit der Lehrerin und begann meinen speziellen Online-Diagnostiktest. Es war ein scheinbar stundenlanges erfolgloses Lösen mathematischer Probleme. Ich sah Zahlen vor mir aufleuchten und sollte sie lesen, aber ich konnte keine Antwort geben. Die Zeichen verschwammen vor meinen Augen. Jeder kleine Strich bildete eine komplexe Zahlenkombination – etwas, das ich nicht verstand.
Ich war in der fünften Klasse, als bei mir Dyskalkulie diagnostiziert wurde. Ich weiß noch, wie sehr ich mich über mich selbst ärgerte, weil ich diese Zahlen nicht sehen und verstehen konnte. Vor mir sah ich, wie in einem Tunnel, meine akademische Laufbahn. Stundenlanges Ringen mit Gleichungen und eimerweise vergossene Tränen über geometrische Formen und darüber, wie man deren Umfang und Radius messen kann.
Ich weiß noch, wie ich abends zu Gott betete, dass er mir diese Lernbeeinträchtigung wegnehme. Gott schien nicht zu antworten. Paulus schrieb in seinem Brief an die Korinther von einem ähnlichen Kampf, den er ausfocht. Ein nicht näher definierter „Pfahl“, mit dem er selbst zu ringen hatte. Paulus betete dreimal, doch Gott nahm das Problem nicht weg. Stattdessen diente er ihm als Erinnerung daran, dass er nur durch die Stärke Christi überleben und durch Gottes Gnade wachsen konnte.
Gott nahm meine Lernbeeinträchtigung nicht weg, aber wie Paulus habe ich gelernt, dass es in jedem dunklen Tunnel immer noch genug Licht gibt, um hindurch zu gelangen, und dass auch in meiner Schwäche – wie bei Paulus – die Stärke Christi vollkommen wird.
Zum Bibelvers: 2. Korinther 12,7–9
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