
16. März 2025 23:01Lea Mareen Hauschild
Andacht 17. März 2025
Gedanken zum Thema: einarmige Banditen
Ich bin ein Riesenfan von Kirmes. Ich liebe die bunten Lichter, die fröhlichen Menschen und vor allem die Fahrgeschäfte. Was ich aber nicht selbst ausprobiere, sind jene Automaten, bei denen man mit einem Greifarm versucht, ein Plüschtier oder das neueste Handy aus dem Glaskasten herauszufischen. Die sind doch nur darauf ausgelegt, möglichst oft ins Leere zu greifen. Wenn andere dabei ihr Glück versuchen, schaue ich jedoch gern zu. Denn ihre Hoffnung, diesmal vielleicht den großen Fang zu machen und Glück zu haben, kann ich trotzdem gut nachempfinden.
Dieses Bild hat es mir angetan und ich stelle mir vor, dass Gott folgendes Gespräch beginnt: „Glaubst du nicht manchmal, ich, Gott, bin genauso?“ „Wie bitte? Ich glaube doch nicht, Gott sei ein Greifautomat.“ „Nein, wirklich nicht? Glaubst du nicht manchmal, du setzt Zeit für mich ein oder investierst dich für mich, und im Gegenzug hoffst du, deinen Wunsch von mir erfüllt zu bekommen?“
Ich halte inne. In gewisser Weise ist es schon so. Ich glaube, dass ich durch meinen Einsatz, durch intensives Beten oder viel Bibellesen Gott zu meinen Wünschen lenken kann, so ähnlich wie der Greifarm im Automaten. Das ist mir oft nicht bewusst und im Grunde ist es lächerlich: Ich versuche Gott zu manipulieren.
„Und was fange ich nun mit dieser Erkenntnis an, Gott?“ „Mein liebes Kind, weißt du, ein Glücksautomat ist mit großen Glasscheiben verschlossen. Ich jedoch bin nicht verschlossen. Ich liebe es, dich verschwenderisch zu beschenken und dir Freude zu bereiten. Du machst es dir selbst so schwer. Ich mache dich reich, sodass du unbeschwert geben kannst. Schau noch einmal genau hin, und du wirst erkennen, dass dich keine Glasscheiben von einem reichen Leben mit mir ausschließen. Strecke deine Hand aus und ergreife das Leben.“
Ja, das will ich versuchen. Ich möchte darauf vertrauen und erkennen, dass Gott mich mit dem Hauptgewinn beschenkt: einem Leben in wirklicher Freiheit.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: einarmige Banditen
Ich bin ein Riesenfan von Kirmes. Ich liebe die bunten Lichter, die fröhlichen Menschen und vor allem die Fahrgeschäfte. Was ich aber nicht selbst ausprobiere, sind jene Automaten, bei denen man mit einem Greifarm versucht, ein Plüschtier oder das neueste Handy aus dem Glaskasten herauszufischen. Die sind doch nur darauf ausgelegt, möglichst oft ins Leere zu greifen. Wenn andere dabei ihr Glück versuchen, schaue ich jedoch gern zu. Denn ihre Hoffnung, diesmal vielleicht den großen Fang zu machen und Glück zu haben, kann ich trotzdem gut nachempfinden.
Dieses Bild hat es mir angetan und ich stelle mir vor, dass Gott folgendes Gespräch beginnt: „Glaubst du nicht manchmal, ich, Gott, bin genauso?“ „Wie bitte? Ich glaube doch nicht, Gott sei ein Greifautomat.“ „Nein, wirklich nicht? Glaubst du nicht manchmal, du setzt Zeit für mich ein oder investierst dich für mich, und im Gegenzug hoffst du, deinen Wunsch von mir erfüllt zu bekommen?“
Ich halte inne. In gewisser Weise ist es schon so. Ich glaube, dass ich durch meinen Einsatz, durch intensives Beten oder viel Bibellesen Gott zu meinen Wünschen lenken kann, so ähnlich wie der Greifarm im Automaten. Das ist mir oft nicht bewusst und im Grunde ist es lächerlich: Ich versuche Gott zu manipulieren.
„Und was fange ich nun mit dieser Erkenntnis an, Gott?“ „Mein liebes Kind, weißt du, ein Glücksautomat ist mit großen Glasscheiben verschlossen. Ich jedoch bin nicht verschlossen. Ich liebe es, dich verschwenderisch zu beschenken und dir Freude zu bereiten. Du machst es dir selbst so schwer. Ich mache dich reich, sodass du unbeschwert geben kannst. Schau noch einmal genau hin, und du wirst erkennen, dass dich keine Glasscheiben von einem reichen Leben mit mir ausschließen. Strecke deine Hand aus und ergreife das Leben.“
Ja, das will ich versuchen. Ich möchte darauf vertrauen und erkennen, dass Gott mich mit dem Hauptgewinn beschenkt: einem Leben in wirklicher Freiheit.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)