
16. Mai 2026 22:01Johannes Weigmann
Andacht 17.05.2026
Gedanken zum Thema: Dankbarkeit
In letzter Zeit ging mir dieser Text sehr häufig durch den Kopf. Es ist der priesterliche Segen aus dem Alten Testament, der gern am Ende eines Gottesdienstes gesprochen wird. Aber was bedeuten diese Worte für uns Menschen?
Wenn ich an die vergangenen Jahre denke, dann stelle ich fest, dass Gott mich und meine Familie in großem Maße gesegnet hat. Wir sind gesund, haben unser Auskommen, zwei Kinder und eine Enkeltochter und wohnen in einem schönen Eigenheim. Ebenso dankbar sind wir für die Demokratie, in der wir in Deutschland leben und in der Werte wie Freiheit und Frieden großgeschrieben werden. Diese Dankbarkeit hält trotz der vielen Krisen und Kriege der vergangenen Jahre an. Wir können uns in Freiheit versammeln, das Evangelium verkünden und die Liebe Gottes praktisch weitergeben – all das, ohne dass wir Nachteile befürchten müssen. Der Text aus 4. Mose spricht von einem solchen Segen. Der große Gott segnet uns vielfältig. Er ist uns gnädig und schenkt uns Frieden. Dieser großartige Gott möchte, dass es uns auf dieser unvollkommenen Erde gut geht.
Gleichzeitig frage ich mich, wie es sein kann, dass wir so viel Gutes empfangen und viele andere großes Leid – wie Verfolgung, Hunger und Diskriminierung – erfahren. Dann kommt mir der Text aus Matthäus 24,21 ins Gedächtnis: „Denn es wird eine Schreckenszeit sein, wie die Welt sie noch nie erlebt hat und auch nie wieder erleben wird“ (NLB). Leider trifft dieser Text auf große Teile der Welt zu. Wenn ich den Weltverfolgungsindex von Open Doors betrachte, dann leben in den 50 Ländern, die diese Rangliste anführen, etwa 650 Millionen Christen, von denen 200 Millionen besonders verfolgt werden.
Ich denke aber auch an die Menschen, die vor einem Krieg fliehen müssen. Ich betreue einige Kriegsflüchtlinge und erfahre teilweise von erschütternden Einzelschicksalen. Jede dieser Personen bedarf unserer regelmäßigen Fürbitte. Freuen wir uns auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt und allem Leid ein Ende setzt – und es nur noch Frieden gibt.
Zum Bibelvers: 4. Mose 6,24–26
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Dankbarkeit
In letzter Zeit ging mir dieser Text sehr häufig durch den Kopf. Es ist der priesterliche Segen aus dem Alten Testament, der gern am Ende eines Gottesdienstes gesprochen wird. Aber was bedeuten diese Worte für uns Menschen?
Wenn ich an die vergangenen Jahre denke, dann stelle ich fest, dass Gott mich und meine Familie in großem Maße gesegnet hat. Wir sind gesund, haben unser Auskommen, zwei Kinder und eine Enkeltochter und wohnen in einem schönen Eigenheim. Ebenso dankbar sind wir für die Demokratie, in der wir in Deutschland leben und in der Werte wie Freiheit und Frieden großgeschrieben werden. Diese Dankbarkeit hält trotz der vielen Krisen und Kriege der vergangenen Jahre an. Wir können uns in Freiheit versammeln, das Evangelium verkünden und die Liebe Gottes praktisch weitergeben – all das, ohne dass wir Nachteile befürchten müssen. Der Text aus 4. Mose spricht von einem solchen Segen. Der große Gott segnet uns vielfältig. Er ist uns gnädig und schenkt uns Frieden. Dieser großartige Gott möchte, dass es uns auf dieser unvollkommenen Erde gut geht.
Gleichzeitig frage ich mich, wie es sein kann, dass wir so viel Gutes empfangen und viele andere großes Leid – wie Verfolgung, Hunger und Diskriminierung – erfahren. Dann kommt mir der Text aus Matthäus 24,21 ins Gedächtnis: „Denn es wird eine Schreckenszeit sein, wie die Welt sie noch nie erlebt hat und auch nie wieder erleben wird“ (NLB). Leider trifft dieser Text auf große Teile der Welt zu. Wenn ich den Weltverfolgungsindex von Open Doors betrachte, dann leben in den 50 Ländern, die diese Rangliste anführen, etwa 650 Millionen Christen, von denen 200 Millionen besonders verfolgt werden.
Ich denke aber auch an die Menschen, die vor einem Krieg fliehen müssen. Ich betreue einige Kriegsflüchtlinge und erfahre teilweise von erschütternden Einzelschicksalen. Jede dieser Personen bedarf unserer regelmäßigen Fürbitte. Freuen wir uns auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt und allem Leid ein Ende setzt – und es nur noch Frieden gibt.
Zum Bibelvers: 4. Mose 6,24–26
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



