
16. Okt. 2026 22:01Christoph Berger
Andacht 17.10.2026
Gedanken zum Thema: Glaube
Vor einigen Jahren war ich mit einer Jugendgruppe in Tansania, wo wir einige Wochen lang Gottes Wort verkündigten. Nun war der abschließende Sabbat gekommen, an dem sich mehrere Menschen taufen lassen wollten. Ich war beim Gemeindeleiter zum Essen eingeladen und alles zog sich so lange hin, dass wir letztlich im Stau stecken blieben, ohne diesen besonderen Moment erlebt zu haben. Keine schöne Erfahrung!
Thomas hatte einen noch wichtigeren Moment verpasst. Die anderen hatten es persönlich erlebt und ihm davon erzählt, aber er wollte nichts aus zweiter Hand erfahren und vielleicht einer Täuschung unterliegen, sondern sich eigenhändig davon überzeugen. Auf der einen Seite waren da die zehn Jünger mit ihrer besonderen Glaubenserfahrung, die Sehenden. Auf der anderen Seite war Thomas, der eine solche Erfahrung noch vor sich hatte.
Sein Unglaube hob die Gemeinschaft der Jünger aber nicht auf. Sie hatten von Anfang an zusammengehalten; so sehr, dass sie den zweifelnden Thomas in ihre Mitte einbanden.
Das Herz von Thomas war wohl von Schwermut und Unglaube erfüllt. War sein Stolz verletzt, weil ihm bewusst wurde, dass sich sein Meister Jesus allen anderen Jüngern als Auferstandener gezeigt hatte, nur ihm nicht? Brütete er eine ganze Woche über sein Elend? Hatten Eifersucht und Misstrauen seinen Verstand und sein Herz ergriffen?
Als der auferstandene Jesus dann allen Jüngern erschien, zeigten seine Worte, dass er die Gedanken und Äußerungen von Thomas kannte. Thomas hatte schon öfter gezweifelt (vgl. Joh 14,5). Jesus wartete dennoch acht Tage, bis er sich als der Auferstandene auch ihm zeigte. Warum wartete er eine Woche? War das Teil seiner Hilfestellung für Thomas?
Jesus sprach diese Zweifel jedenfalls nicht an, er stellte Thomas nicht bloß, sondern bot ihm genau das an, was er in dieser Situation wollte und brauchte.
Wie gütig und geduldig Jesus mit seinen Mitmenschen umging, ist ermutigend. So wie für Thomas will Jesus auch uns jede Hilfestellung geben, die wir brauchen, und ruft uns zu: „Sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!“
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Glaube
Vor einigen Jahren war ich mit einer Jugendgruppe in Tansania, wo wir einige Wochen lang Gottes Wort verkündigten. Nun war der abschließende Sabbat gekommen, an dem sich mehrere Menschen taufen lassen wollten. Ich war beim Gemeindeleiter zum Essen eingeladen und alles zog sich so lange hin, dass wir letztlich im Stau stecken blieben, ohne diesen besonderen Moment erlebt zu haben. Keine schöne Erfahrung!
Thomas hatte einen noch wichtigeren Moment verpasst. Die anderen hatten es persönlich erlebt und ihm davon erzählt, aber er wollte nichts aus zweiter Hand erfahren und vielleicht einer Täuschung unterliegen, sondern sich eigenhändig davon überzeugen. Auf der einen Seite waren da die zehn Jünger mit ihrer besonderen Glaubenserfahrung, die Sehenden. Auf der anderen Seite war Thomas, der eine solche Erfahrung noch vor sich hatte.
Sein Unglaube hob die Gemeinschaft der Jünger aber nicht auf. Sie hatten von Anfang an zusammengehalten; so sehr, dass sie den zweifelnden Thomas in ihre Mitte einbanden.
Das Herz von Thomas war wohl von Schwermut und Unglaube erfüllt. War sein Stolz verletzt, weil ihm bewusst wurde, dass sich sein Meister Jesus allen anderen Jüngern als Auferstandener gezeigt hatte, nur ihm nicht? Brütete er eine ganze Woche über sein Elend? Hatten Eifersucht und Misstrauen seinen Verstand und sein Herz ergriffen?
Als der auferstandene Jesus dann allen Jüngern erschien, zeigten seine Worte, dass er die Gedanken und Äußerungen von Thomas kannte. Thomas hatte schon öfter gezweifelt (vgl. Joh 14,5). Jesus wartete dennoch acht Tage, bis er sich als der Auferstandene auch ihm zeigte. Warum wartete er eine Woche? War das Teil seiner Hilfestellung für Thomas?
Jesus sprach diese Zweifel jedenfalls nicht an, er stellte Thomas nicht bloß, sondern bot ihm genau das an, was er in dieser Situation wollte und brauchte.
Wie gütig und geduldig Jesus mit seinen Mitmenschen umging, ist ermutigend. So wie für Thomas will Jesus auch uns jede Hilfestellung geben, die wir brauchen, und ruft uns zu: „Sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!“
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