
17. März 2025 23:01Heike Steinebach
Andacht 18. März 2025
Gedanken zum Thema: Führung
Neulich passierte in dem Restaurant, das direkt neben unserer Gemeinde liegt, ein schreckliches Unglück: Stark alkoholisiert tötete der Besitzer des Restaurants seine Frau in der Restaurantküche. Die vier Kinder mussten mitansehen, wie ihre Mutter starb. Drei der vier Kinder kamen in zwei Familien in unserer Nachbarschaft unter, doch für die Zweijährige fand sich keine Familie in der Nähe der Geschwister. So kam es, dass wir angefragt wurden, ob wir die Kleine für eine Weile aufnehmen könnten, bis alles geklärt wäre. Wir hatten Bedenken, schließlich hat man mit Mitte 50 nicht mehr so viel Ahnung von Zweijährigen. Darüber hinaus war ich mir unsicher, ob ich mit meinem schwachen Herzen noch gut für ein Kind sorgen könnte. Wir beteten um Gottes Führung und er zeigte uns deutlich, dass wir das kleine Mädchen aufnehmen sollen. Nun lebt sie seit einigen Wochen bei uns und wir fühlen, wie Gottes Segen mit ihr in unser Haus gekommen ist. Sie ist ein außergewöhnlich freundliches und umgängliches Kind. Sie versprüht so viel Freude und Liebe, wie wir es schon lange nicht mehr erlebt hatten! Bei unserer Entscheidung haben wir nicht an den obigen Bibelvers gedacht, doch mit unserem kleinen Gast hat der Liedtext von „Jesus in my house“ (dt.: Jesus in meinem Haus) eine ganz neue Bedeutung bekommen. Selbst mein Gesundheitszustand hat sich verbessert und mein Mann und ich bekommen öfter zu hören, dass uns das Kind sichtbar guttut. Wir sind nicht die Gebenden, sondern die Nehmenden!
Es ist nicht immer notwendig, ein Kind bei sich aufzunehmen, um Jesus willkommen zu heißen. Alles, was wir anderen Menschen Gutes tun, kommt bei Jesus an. So sagte er es in einer seiner Predigten: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, anderen Menschen Gutes zu tun. Da macht es keinen Unterschied, ob ich für die alte Nachbarin einkaufen gehe, einen kranken Menschen besuche, mir Zeit für einen einsamen Menschen nehme, jemanden zum Essen einlade, ein Lächeln verschenke oder ein Kind im Haus aufnehme. Durch all diese Dinge und ihre Facetten sorge ich dafür, dass ich Jesus in meinem Haus habe.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Führung
Neulich passierte in dem Restaurant, das direkt neben unserer Gemeinde liegt, ein schreckliches Unglück: Stark alkoholisiert tötete der Besitzer des Restaurants seine Frau in der Restaurantküche. Die vier Kinder mussten mitansehen, wie ihre Mutter starb. Drei der vier Kinder kamen in zwei Familien in unserer Nachbarschaft unter, doch für die Zweijährige fand sich keine Familie in der Nähe der Geschwister. So kam es, dass wir angefragt wurden, ob wir die Kleine für eine Weile aufnehmen könnten, bis alles geklärt wäre. Wir hatten Bedenken, schließlich hat man mit Mitte 50 nicht mehr so viel Ahnung von Zweijährigen. Darüber hinaus war ich mir unsicher, ob ich mit meinem schwachen Herzen noch gut für ein Kind sorgen könnte. Wir beteten um Gottes Führung und er zeigte uns deutlich, dass wir das kleine Mädchen aufnehmen sollen. Nun lebt sie seit einigen Wochen bei uns und wir fühlen, wie Gottes Segen mit ihr in unser Haus gekommen ist. Sie ist ein außergewöhnlich freundliches und umgängliches Kind. Sie versprüht so viel Freude und Liebe, wie wir es schon lange nicht mehr erlebt hatten! Bei unserer Entscheidung haben wir nicht an den obigen Bibelvers gedacht, doch mit unserem kleinen Gast hat der Liedtext von „Jesus in my house“ (dt.: Jesus in meinem Haus) eine ganz neue Bedeutung bekommen. Selbst mein Gesundheitszustand hat sich verbessert und mein Mann und ich bekommen öfter zu hören, dass uns das Kind sichtbar guttut. Wir sind nicht die Gebenden, sondern die Nehmenden!
Es ist nicht immer notwendig, ein Kind bei sich aufzunehmen, um Jesus willkommen zu heißen. Alles, was wir anderen Menschen Gutes tun, kommt bei Jesus an. So sagte er es in einer seiner Predigten: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, anderen Menschen Gutes zu tun. Da macht es keinen Unterschied, ob ich für die alte Nachbarin einkaufen gehe, einen kranken Menschen besuche, mir Zeit für einen einsamen Menschen nehme, jemanden zum Essen einlade, ein Lächeln verschenke oder ein Kind im Haus aufnehme. Durch all diese Dinge und ihre Facetten sorge ich dafür, dass ich Jesus in meinem Haus habe.
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