Andacht 18.06.2026
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Bibel
Glauben

17. Juni 2026 22:01Sandra Heddrich

Andacht 18.06.2026

Gedanken zum Thema: Garten

Seit unserem Umzug dürfen wir in einem Haus mit großem Garten wohnen. Wir genießen es, gemütlich auf der Couch zu sitzen und dabei die Vögel zu beobachten, die sich glücklich in unserem Garten sonnen oder emsig Material für ihre Nester suchen. Gleich im ersten Jahr haben wir Obstbäume gepflanzt und ­freuen uns schon sehr darauf, einmal leckere Früchte von unseren eigenen Bäumen zu ernten. Ein Garten bedeutet nicht nur Arbeit, sondern auch ganz viel ­Segen. Neugierig suchte ich auch in der Bibel nach dem ­Begriff Garten.

Wie erstaunt war ich, als ich dabei auf den heutigen Bibeltext aufmerksam wurde. Das Bild vom kleinen Senfkorn, mit dem Jesus hier das Reich Gottes vergleicht, ist mir vertraut und hat mich schon oft ­ermutigt. Häufig kommen mir mein Glaube und mein Handeln klein und unbedeutend vor. Doch Jesus spricht uns hier liebevoll zu, dass aus Kleinem Großes wird. Einen Aspekt in diesem Bild hatte ich lange übersehen; je mehr ich jedoch darüber nachdachte, umso kostbarer wurde er mir: Das Samenkorn ist nicht allein. Es wird in einen Garten gesät. Der Gärtner hat sicher den besten Platz für den zukünftigen Baum ausgesucht. Er beobachtet das Wachstum und sorgt für optimale Lebensbedingungen.

Als ich mich weiter mit dem Bibeltext beschäftigte, fiel mir auf, dass in Lukas 13 ein weiteres Gleichnis von einem Baum handelt. In den Versen 6–9 wird ­beschrieben, wie ein in einem Weinberg gepflanzter Feigenbaum seit einigen Jahren keine Früchte mehr bringt. Der Besitzer bittet daraufhin den Gärtner, den Baum zu entfernen. Doch der Gärtner setzt sich für den Feigenbaum ein. Er möchte ihn erneut düngen und ihm ein weiteres Jahr Zeit schenken und gegebenenfalls erst dann den Baum abschlagen. Wie ermutigend!

Wenn ich mir klein und unbedeutend vorkomme, darf ich mir sicher sein, dass ich nicht allein bin. Ich habe den unermüdlichsten und besten Gärtner an meiner Seite, der für mich sorgt.

Zum Bibelvers: Lukas 13,18–19

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