
17. Okt. 2026 22:01Jan Doubravsky
Andacht 18.10.2026
Gedanken zum Thema: Vertrauen
Was war los bei den ehemals heidnischen Kelten? Die von Paulus in Galatien gegründete Gemeinde wurde von ihm an ihre Heidenzeit erinnert. Warum will jemand, der die befreiende Botschaft des Evangeliums angenommen hat, wieder zurück zu seinem alten Leben und Glauben?
In den Versen davor erhalten wir Hinweise zu den Hintergründen dieser Entwicklung. Es traten (Juden-) Christen auf, die die Galater davon überzeugten, das Erfüllen von Regeln und Gesetzen sei notwendig, um Heilsgewissheit zu erlangen. Das jedoch führte bei den Galatern zu dem für sie logischen Schluss, ihr neuer und früherer Glaube würden sich nicht unterscheiden. Wieder hatten sie es mit einem Gott zu tun, der durch das Halten von Gesetzen besänftigt werden wollte. Da kehrt man doch gern wieder zum Altbekannten zurück.
Aus diesem Grund versuchte Paulus den Galatern klarzumachen, dass der Fokus des christlichen Glaubens ein anderer ist. Dazu verwendete er den Begriff Abba – lieber Vater. Ein liebender Vater sucht die Beziehung, auch wenn wir Fehler machen. Und dann sagte Paulus noch etwas sehr Bedeutendes: Wir sind nicht nur Gottes Kinder, sondern haben sogar denselben Geist erhalten, den auch Jesus hatte. Wow! Was für eine Aussage! Welch eine Herausforderung!
Mich erinnert die Geschichte der Galater an die Geschichte der Protestanten. Nachdem Luther den Fokus des Glaubens auf die Gnade gelegt hatte, lehrten die sogenannten Reformierten unter Calvin die Heiligung und strenge Kontrolle des Verhaltens. Mit der Freiheit und Herausforderung des Beziehungsglaubens scheint der Mensch so seine Probleme zu haben. Ordnung und Gehorsam scheinen zunächst wichtiger und sicherer. Das jedoch führt zu einem Richtig-oder-falsch-Glauben. Und das letztendlich wiederum zu Angst und Unsicherheit.
Kannst du den heutigen Tag im Vertrauen auf einen dich suchenden und begleitenden Gott beginnen? Das jedenfalls wünscht Paulus nicht nur den Galatern, sondern auch dir.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Vertrauen
Was war los bei den ehemals heidnischen Kelten? Die von Paulus in Galatien gegründete Gemeinde wurde von ihm an ihre Heidenzeit erinnert. Warum will jemand, der die befreiende Botschaft des Evangeliums angenommen hat, wieder zurück zu seinem alten Leben und Glauben?
In den Versen davor erhalten wir Hinweise zu den Hintergründen dieser Entwicklung. Es traten (Juden-) Christen auf, die die Galater davon überzeugten, das Erfüllen von Regeln und Gesetzen sei notwendig, um Heilsgewissheit zu erlangen. Das jedoch führte bei den Galatern zu dem für sie logischen Schluss, ihr neuer und früherer Glaube würden sich nicht unterscheiden. Wieder hatten sie es mit einem Gott zu tun, der durch das Halten von Gesetzen besänftigt werden wollte. Da kehrt man doch gern wieder zum Altbekannten zurück.
Aus diesem Grund versuchte Paulus den Galatern klarzumachen, dass der Fokus des christlichen Glaubens ein anderer ist. Dazu verwendete er den Begriff Abba – lieber Vater. Ein liebender Vater sucht die Beziehung, auch wenn wir Fehler machen. Und dann sagte Paulus noch etwas sehr Bedeutendes: Wir sind nicht nur Gottes Kinder, sondern haben sogar denselben Geist erhalten, den auch Jesus hatte. Wow! Was für eine Aussage! Welch eine Herausforderung!
Mich erinnert die Geschichte der Galater an die Geschichte der Protestanten. Nachdem Luther den Fokus des Glaubens auf die Gnade gelegt hatte, lehrten die sogenannten Reformierten unter Calvin die Heiligung und strenge Kontrolle des Verhaltens. Mit der Freiheit und Herausforderung des Beziehungsglaubens scheint der Mensch so seine Probleme zu haben. Ordnung und Gehorsam scheinen zunächst wichtiger und sicherer. Das jedoch führt zu einem Richtig-oder-falsch-Glauben. Und das letztendlich wiederum zu Angst und Unsicherheit.
Kannst du den heutigen Tag im Vertrauen auf einen dich suchenden und begleitenden Gott beginnen? Das jedenfalls wünscht Paulus nicht nur den Galatern, sondern auch dir.
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