
18. Juni 2026 22:01Günter Schlicke
Andacht 19.06.2026
Gedanken zum Thema: Gefühle
Es hat wieder einmal mächtig gekracht. Er schlug so heftig auf den Tisch, dass die Gläser im Schrank schepperten. Sie schrie ihn hysterisch an. Als dann endlich wieder Ruhe eingekehrt war, wussten sie nicht einmal genau, wie es zu dem Streit gekommen war.
Unsere Gefühle geraten schnell außer Kontrolle, wenn wir erschöpft, gereizt oder müde sind. Starke Gefühlsausbrüche offenbaren unsere (unerfüllten) Bedürfnisse. Zorn gehört auch dazu. Er ist jedoch nicht zwangsläufig böse und Sünde.
Werden der Ton und die Art des Zorns jedoch grob, unsachlich und verletzend oder ignorieren wir Menschen, um sie zu strafen, dann ist die Grenze von „berechtigtem“ Zorn überschritten.
Paulus beobachtete damals, wie einige Glieder der Gemeinde solchen Zorn lautstark und verletzend äußerten (vgl. Eph 4,31). Sie schadeten damit nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern vergifteten auch das Miteinander. Bitterkeit setzte sich bei ihnen fest und verbreitete sich wie Unkraut. Paulus ermahnte sie deshalb: „Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“
Lasst uns diesen einfachen Rat befolgen. Geben wir unseren Zorn an Jesus ab, denn er hat versprochen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Joh 6,37). Dann können sich unsere aufgewühlten Gefühle allmählich beruhigen. Innerer Frieden kehrt ein und unsere Beziehungen können genesen. Halten wir aber rechthaberisch an unserem Zorn fest, vergiftet er unseren Geist. Bitterkeit durchdringt uns dann wie Ackerwinden, die sich unter der Erde überall hin verzweigen und nur sehr kräfteraubend zu entfernen sind.
Würden wir den Rat an die Epheser beachten, bestünden viele Beziehungen weiter; Kinder lebten noch bei ihren Eltern und Freundschaften blieben erhalten. Sogar manche Krankheiten würden heilen oder zumindest gelindert werden. Nachbarn würden weiterhin in Frieden miteinander leben und manche Kirchengemeinde würde die Menschen leichter von der verändernden Kraft der Liebe Gottes überzeugen.
„Zürnt ihr, so sündigt nicht.“ Denke heute daran, wenn du wütend wirst. Lass die Sonne nicht über deinem Zorn untergehen. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht und wünsche dir dasselbe.
Zum Bibelvers: Epheser 4,26–27
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Gefühle
Es hat wieder einmal mächtig gekracht. Er schlug so heftig auf den Tisch, dass die Gläser im Schrank schepperten. Sie schrie ihn hysterisch an. Als dann endlich wieder Ruhe eingekehrt war, wussten sie nicht einmal genau, wie es zu dem Streit gekommen war.
Unsere Gefühle geraten schnell außer Kontrolle, wenn wir erschöpft, gereizt oder müde sind. Starke Gefühlsausbrüche offenbaren unsere (unerfüllten) Bedürfnisse. Zorn gehört auch dazu. Er ist jedoch nicht zwangsläufig böse und Sünde.
Werden der Ton und die Art des Zorns jedoch grob, unsachlich und verletzend oder ignorieren wir Menschen, um sie zu strafen, dann ist die Grenze von „berechtigtem“ Zorn überschritten.
Paulus beobachtete damals, wie einige Glieder der Gemeinde solchen Zorn lautstark und verletzend äußerten (vgl. Eph 4,31). Sie schadeten damit nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern vergifteten auch das Miteinander. Bitterkeit setzte sich bei ihnen fest und verbreitete sich wie Unkraut. Paulus ermahnte sie deshalb: „Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“
Lasst uns diesen einfachen Rat befolgen. Geben wir unseren Zorn an Jesus ab, denn er hat versprochen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Joh 6,37). Dann können sich unsere aufgewühlten Gefühle allmählich beruhigen. Innerer Frieden kehrt ein und unsere Beziehungen können genesen. Halten wir aber rechthaberisch an unserem Zorn fest, vergiftet er unseren Geist. Bitterkeit durchdringt uns dann wie Ackerwinden, die sich unter der Erde überall hin verzweigen und nur sehr kräfteraubend zu entfernen sind.
Würden wir den Rat an die Epheser beachten, bestünden viele Beziehungen weiter; Kinder lebten noch bei ihren Eltern und Freundschaften blieben erhalten. Sogar manche Krankheiten würden heilen oder zumindest gelindert werden. Nachbarn würden weiterhin in Frieden miteinander leben und manche Kirchengemeinde würde die Menschen leichter von der verändernden Kraft der Liebe Gottes überzeugen.
„Zürnt ihr, so sündigt nicht.“ Denke heute daran, wenn du wütend wirst. Lass die Sonne nicht über deinem Zorn untergehen. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht und wünsche dir dasselbe.
Zum Bibelvers: Epheser 4,26–27
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



