
18. Sep. 2026 22:01Albert Przykopanski
Andacht 19.09.2026
Gedanken zum Thema: Wiederkunft
In den prophetischen Schriften der Bibel finden sich verschiedene Zeitangaben. Man liest von Tagen, Wochen, Jahren, Abenden und Morgen und dass für Gott ein Tag ist wie 1000 Jahre (vgl. 2 Ptr 3,8). Im Laufe der Geschichte haben Gläubige versucht, mittels solch beschriebener Zeiträume welt- und kirchengeschichtliche Ereignisse einzuordnen und unter anderem das Weltende zu terminieren. Doch die Sehnsucht, endlich unserem Erlöser zu begegnen, der mit seiner Wiederkunft allem Leid, aller Krankheit, den Kriegen und dem Tod ein Ende setzen wird, hat so manchen über das Ziel hinausschießen lassen. Wenn es Ausdruck ihrer starken Liebe zu Jesus ist, möchte ich ihnen keinen Vorwurf daraus machen.
Doch der Psalm 90 straft alle Berechnungen als irrelevant ab. Er holt uns Menschen in die Realität unseres Lebens zurück. Wir dürfen den Blick auf unsere persönliche Lebensspanne von siebzig oder achtzig Jahren nicht aus den Augen verlieren.
Wir können noch so viel spekulieren, rechnen und hoffen, für viele Menschen reicht die Lebensspanne von achtzig oder mehr Jahren nicht aus, um Jesu Kommen mit eigenen Augen zu sehen. Andere, wie ein Mädchen aus der Jugendgruppe meiner Gemeinde, das bei einem Autounfall starb, hatte noch viel weniger Lebenszeit.
Es sind tröstende Worte, die Paulus schreibt: „Wir, die wir leben und übrig bleiben bis zum Kommen des Herrn, [werden] denen nicht zuvorkommen […], die entschlafen sind“ (1 Ths 4,15). Ich verstehe das so: Alle, die bei der Wiederkunft noch leben, haben keinen Vorteil vor den bereits verstorbenen Gläubigen. Letztere werden auferstehen und mit den Lebenden die Wiederkunft von Jesus erleben.
Uns sollte bewusst sein, dass heute der Tag ist, den wir gestalten und leben können. Alle Berechnungen zum Zeitpunkt des Kommens Jesu verlieren in der Wirklichkeit unseres Lebens ihre Bedeutung. Ein bekanntes Wort, das man Martin Luther zuschreibt, lautet: „Wenn ich wüsste, dass Jesus morgen wiederkommt, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Wiederkunft
In den prophetischen Schriften der Bibel finden sich verschiedene Zeitangaben. Man liest von Tagen, Wochen, Jahren, Abenden und Morgen und dass für Gott ein Tag ist wie 1000 Jahre (vgl. 2 Ptr 3,8). Im Laufe der Geschichte haben Gläubige versucht, mittels solch beschriebener Zeiträume welt- und kirchengeschichtliche Ereignisse einzuordnen und unter anderem das Weltende zu terminieren. Doch die Sehnsucht, endlich unserem Erlöser zu begegnen, der mit seiner Wiederkunft allem Leid, aller Krankheit, den Kriegen und dem Tod ein Ende setzen wird, hat so manchen über das Ziel hinausschießen lassen. Wenn es Ausdruck ihrer starken Liebe zu Jesus ist, möchte ich ihnen keinen Vorwurf daraus machen.
Doch der Psalm 90 straft alle Berechnungen als irrelevant ab. Er holt uns Menschen in die Realität unseres Lebens zurück. Wir dürfen den Blick auf unsere persönliche Lebensspanne von siebzig oder achtzig Jahren nicht aus den Augen verlieren.
Wir können noch so viel spekulieren, rechnen und hoffen, für viele Menschen reicht die Lebensspanne von achtzig oder mehr Jahren nicht aus, um Jesu Kommen mit eigenen Augen zu sehen. Andere, wie ein Mädchen aus der Jugendgruppe meiner Gemeinde, das bei einem Autounfall starb, hatte noch viel weniger Lebenszeit.
Es sind tröstende Worte, die Paulus schreibt: „Wir, die wir leben und übrig bleiben bis zum Kommen des Herrn, [werden] denen nicht zuvorkommen […], die entschlafen sind“ (1 Ths 4,15). Ich verstehe das so: Alle, die bei der Wiederkunft noch leben, haben keinen Vorteil vor den bereits verstorbenen Gläubigen. Letztere werden auferstehen und mit den Lebenden die Wiederkunft von Jesus erleben.
Uns sollte bewusst sein, dass heute der Tag ist, den wir gestalten und leben können. Alle Berechnungen zum Zeitpunkt des Kommens Jesu verlieren in der Wirklichkeit unseres Lebens ihre Bedeutung. Ein bekanntes Wort, das man Martin Luther zuschreibt, lautet: „Wenn ich wüsste, dass Jesus morgen wiederkommt, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
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