
20. März 2025 23:01Burkhard Mayer
Andacht 21. März 2025
Gedanken zum Thema: Gutes zu tun
Ein Mann fährt regelmäßig mit der Bahn zur Arbeit. Er setzt sich immer in dasselbe Zugabteil. Da sitzt auch meist eine sehr nette ältere Dame, die ihm jedes Mal ein paar Haselnüsse anbietet. Der Mann freut sich über die Nervennahrung. Als die ältere Dame ihm eines Tages mit einem warmen Lächeln wieder einige Nüsse hinhält, sagt der Mann: „Das ist aber sehr aufmerksam von Ihnen, dass Sie mir jedes Mal diese leckeren Haselnüsse anbieten, aber das müssen Sie nicht. Nüsse kosten ja auch Geld.“ Da erwidert die Frau: „Ja, wissen Sie, ich liebe Toffifees und genieße so gerne die Nougatschokolade und die Karamellcreme, nur die Nüsse in den Toffifees, die kann ich nicht mehr so gut beißen. Ich sammle sie, trockne sie und bewahre sie zum Verschenken auf. Es hat mich sehr gefreut, dass Sie so gern zugreifen.“
Wie hat der Mann wohl darauf reagiert? Vielleicht sind ihm die Nüsse im Hals stecken geblieben. Es könnte auch sein, dass er urplötzlich eine Haselnussallergie entwickelt hat. Hat er sich aufgeregt oder das Ganze mit Humor genommen?
Wie gehe ich mit gut Gemeintem um, das nicht so gut gelungen ist? Gnädig oder ungnädig? Da schenkt dir jemand etwas selbst Gebackenes mit Zutaten, die du nicht leiden kannst; jemand anderes hat dir zu kleine oder viel zu große Socken in eigenwilligen Farbkombinationen gestrickt oder dir einen Gutschein für einen Ballonflug geschenkt, obwohl du Höhenangst hast. Alles gut gemeint, aber eben nicht ganz passend für dich.
Ein ehrliches Dankeschön für die Motivation, die Absicht, ist immer angebracht. Eine freundliche Erklärung, warum es nicht ganz passt, ist auch okay. Vor allem lehrt uns ein eher unpassendes Geschenk, dass wir uns ein oder zwei Gedanken mehr machen dürfen, wenn wir Gutes tun.
Der Apostel Paulus ruft den Thessalonichern zu: „Liebe Brüder und Schwestern, werdet nicht müde, Gutes zu tun!“ An andere nicht nur zu denken, sondern auch konkret Gutes für sie zu tun, das verbindet, das macht Freude, übt uns im Geben und macht uns aufmerksamer für die Bedürfnisse anderer. Ich wünsche dir heute viel Freude dabei.
Zum Bibelvers: 2. Thessalonicher 3,13
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Gutes zu tun
Ein Mann fährt regelmäßig mit der Bahn zur Arbeit. Er setzt sich immer in dasselbe Zugabteil. Da sitzt auch meist eine sehr nette ältere Dame, die ihm jedes Mal ein paar Haselnüsse anbietet. Der Mann freut sich über die Nervennahrung. Als die ältere Dame ihm eines Tages mit einem warmen Lächeln wieder einige Nüsse hinhält, sagt der Mann: „Das ist aber sehr aufmerksam von Ihnen, dass Sie mir jedes Mal diese leckeren Haselnüsse anbieten, aber das müssen Sie nicht. Nüsse kosten ja auch Geld.“ Da erwidert die Frau: „Ja, wissen Sie, ich liebe Toffifees und genieße so gerne die Nougatschokolade und die Karamellcreme, nur die Nüsse in den Toffifees, die kann ich nicht mehr so gut beißen. Ich sammle sie, trockne sie und bewahre sie zum Verschenken auf. Es hat mich sehr gefreut, dass Sie so gern zugreifen.“
Wie hat der Mann wohl darauf reagiert? Vielleicht sind ihm die Nüsse im Hals stecken geblieben. Es könnte auch sein, dass er urplötzlich eine Haselnussallergie entwickelt hat. Hat er sich aufgeregt oder das Ganze mit Humor genommen?
Wie gehe ich mit gut Gemeintem um, das nicht so gut gelungen ist? Gnädig oder ungnädig? Da schenkt dir jemand etwas selbst Gebackenes mit Zutaten, die du nicht leiden kannst; jemand anderes hat dir zu kleine oder viel zu große Socken in eigenwilligen Farbkombinationen gestrickt oder dir einen Gutschein für einen Ballonflug geschenkt, obwohl du Höhenangst hast. Alles gut gemeint, aber eben nicht ganz passend für dich.
Ein ehrliches Dankeschön für die Motivation, die Absicht, ist immer angebracht. Eine freundliche Erklärung, warum es nicht ganz passt, ist auch okay. Vor allem lehrt uns ein eher unpassendes Geschenk, dass wir uns ein oder zwei Gedanken mehr machen dürfen, wenn wir Gutes tun.
Der Apostel Paulus ruft den Thessalonichern zu: „Liebe Brüder und Schwestern, werdet nicht müde, Gutes zu tun!“ An andere nicht nur zu denken, sondern auch konkret Gutes für sie zu tun, das verbindet, das macht Freude, übt uns im Geben und macht uns aufmerksamer für die Bedürfnisse anderer. Ich wünsche dir heute viel Freude dabei.
Zum Bibelvers: 2. Thessalonicher 3,13
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