Andacht 23.07.2026
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Bibel
Glauben

22. Juli 2026 22:01Armin Richter

Andacht 23.07.2026

Gedanken zum Thema: Einsamkeit

Andreas wird 50. Mit seiner Frau hat er für Familie und Freunde eine große Party organisiert. Auch wenn man sich mit 49 oder mit 51 Jahren nicht anders fühlt, soll das Jubiläum einen Anlass zum Feiern geben. Die Freunde kommen und füllen das Haus. Das Essen schmeckt. Die Stimmung ist gut; man hat sich lange nicht gesehen und deshalb viel zu erzählen. Nur einer steht am Rand. Andreas. Er hat die Party eröffnet, sein offizielles Willkommen ausgesprochen. Jetzt geht alles seinen Gang. Je länger die Party dauert, desto lieber möchte er fliehen. Man lächelt ihm dankbar zu, man fühlt sich wohl. Und er? Er ist unglücklich und fühlt sich einsam.

So geht es nicht nur Andreas. Einsamkeit ist ein uraltes Problem. Schon die Bibel berichtet davon. David befindet sich in einer Höhle; mit ihm viele kampfeslustige und kraftstrotzende Männer. Und trotzdem ist er einsam. Niemand versteht ihn. Um ihn herum ist Leben und in ihm Funkstille. Was macht er in so einer Situation? Er setzt sich hin und schreibt. Er schreibt sich seinen Frust von der Seele. Er verfasst ein Gedicht, den Psalm 142.

Und er macht noch etwas. In Vers 6 lesen wir: „HERR, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.“ Er wendet sich an Gott, den er immer als kraftgebend erlebt hatte.

Nicht jeder von uns hat einen Zugang zu Gedichten oder kann Gedanken mühelos in verschriftlichte Worte kleiden. Aber zu Gott können wir alle kommen. Wir können ihm alles erzählen, was uns auf dem Herzen liegt; unsere ganze Einsamkeit, Frust und Ärger, unsere Traurigkeit, einfach alles, was uns belastet. Wenn kein Mensch mehr da ist, hat Gott immer noch ein offenes Ohr für uns. Auf ihn dürfen wir hoffen.

Zum Bibelvers: Psalm 142,5–6

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