
7. Apr. 2026 22:01Joachim Hildebrandt
Andacht 08.04.2026
Gedanken zum Thema: Gesetz
Begriffe lösen beim Hörer oder Leser bestimmte Empfindungen aus – angenehme oder unangenehme; zum Beispiel Friede – Krieg; Liebe – Hass; Gnade – Strafe. Wie geht es dir mit dem Begriffspaar Gesetz und Gericht? „Viele Christen verbinden mit dem Gesetz Gottes heute nur noch Gericht und Strafe für Ungehorsam“, schrieb ein Autor in Adventist World im Mai 2011. Die Psalmen aber sind randvoll von Jubel und Freude über Gottes Gesetz. „Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber als viele tausend Stück Gold und Silber“ (Ps 119,72). In der Bibel ist das Gesetz seinem Wesen nach Gottes Wegweisung zum Leben und der Weg zurück zu Gott. Zugleich zeigt es uns die Grenzen, deren Übertretung uns schadet und ins Verderben führt. „Kein Mensch ist vor Gott gerecht, weil er das Gesetz befolgt. Vielmehr erkennen wir erst durch das Gesetz, was Sünde ist“ (Röm 3,20 BB). Die Bibel nennt das Schuld. Diese Aufgabe haben auch staatliche Gesetze, zum Beispiel die Straßenverkehrsordnung. Sie will das Autofahren nicht ohne Grund eingrenzen, sondern uns vor Schaden und Schuld schützen.
Im Neuen Testament spielt das Thema Gesetz Gottes noch eine umfassendere Rolle. Die Predigt des Gesetzes gehört zu dem am meisten missverstandenen und missachteten Tun in der Geschichte des Volkes Gottes. Sie bewegt sich zwischen zwei Extremen: Gesetzlichkeit und Gesetzlosigkeit. Beide Missverständnisse begegnen uns immer wieder in der Geschichte des Christentums und lösen in Kirchen und Gemeinden theologische Streitereien aus. Gesetzesgerechtigkeit bedeutet: Der Mensch kann durch das Halten des Gesetzes vor Gott gerecht werden. Gesetzlosigkeit bedeutet: Da Christus für unsere Sünden gestorben ist, braucht das Gesetz Gottes nicht mehr beachtet zu werden. Das bedeutete im Straßenverkehr: Da ich die Strafe für ein Vergehen bezahlt habe, brauche ich die StVO zukünftig nicht mehr zu beachten. Beides ist unsinnig. Wir brauchen das Gesetz Gottes, solange wir in dieser Welt leben.
Der ganze Psalm 119 ist ein Lobpreis auf das Wort Gottes. Gemeint ist damit vor allem die Thora, das Gesetz, das in zahlreichen Begriffen umschrieben wird: Gebot, Weg, Weisung, Satzung, Befehl, Ordnung, Mahnung, Zeugnis. Lassen wir uns also vom Psalmisten inspirieren: „Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach.“
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Gesetz
Begriffe lösen beim Hörer oder Leser bestimmte Empfindungen aus – angenehme oder unangenehme; zum Beispiel Friede – Krieg; Liebe – Hass; Gnade – Strafe. Wie geht es dir mit dem Begriffspaar Gesetz und Gericht? „Viele Christen verbinden mit dem Gesetz Gottes heute nur noch Gericht und Strafe für Ungehorsam“, schrieb ein Autor in Adventist World im Mai 2011. Die Psalmen aber sind randvoll von Jubel und Freude über Gottes Gesetz. „Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber als viele tausend Stück Gold und Silber“ (Ps 119,72). In der Bibel ist das Gesetz seinem Wesen nach Gottes Wegweisung zum Leben und der Weg zurück zu Gott. Zugleich zeigt es uns die Grenzen, deren Übertretung uns schadet und ins Verderben führt. „Kein Mensch ist vor Gott gerecht, weil er das Gesetz befolgt. Vielmehr erkennen wir erst durch das Gesetz, was Sünde ist“ (Röm 3,20 BB). Die Bibel nennt das Schuld. Diese Aufgabe haben auch staatliche Gesetze, zum Beispiel die Straßenverkehrsordnung. Sie will das Autofahren nicht ohne Grund eingrenzen, sondern uns vor Schaden und Schuld schützen.
Im Neuen Testament spielt das Thema Gesetz Gottes noch eine umfassendere Rolle. Die Predigt des Gesetzes gehört zu dem am meisten missverstandenen und missachteten Tun in der Geschichte des Volkes Gottes. Sie bewegt sich zwischen zwei Extremen: Gesetzlichkeit und Gesetzlosigkeit. Beide Missverständnisse begegnen uns immer wieder in der Geschichte des Christentums und lösen in Kirchen und Gemeinden theologische Streitereien aus. Gesetzesgerechtigkeit bedeutet: Der Mensch kann durch das Halten des Gesetzes vor Gott gerecht werden. Gesetzlosigkeit bedeutet: Da Christus für unsere Sünden gestorben ist, braucht das Gesetz Gottes nicht mehr beachtet zu werden. Das bedeutete im Straßenverkehr: Da ich die Strafe für ein Vergehen bezahlt habe, brauche ich die StVO zukünftig nicht mehr zu beachten. Beides ist unsinnig. Wir brauchen das Gesetz Gottes, solange wir in dieser Welt leben.
Der ganze Psalm 119 ist ein Lobpreis auf das Wort Gottes. Gemeint ist damit vor allem die Thora, das Gesetz, das in zahlreichen Begriffen umschrieben wird: Gebot, Weg, Weisung, Satzung, Befehl, Ordnung, Mahnung, Zeugnis. Lassen wir uns also vom Psalmisten inspirieren: „Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach.“
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