
10. Juni 2026 22:01Elí Diez-Prida
Andacht 11.06.2026
Gedanken zum Thema: Entscheidung
Ich stehe auf einer unspektakulären Brücke, die Potsdam mit Berlin verbindet, und denke darüber nach, was sich hier vor der Wiedervereinigung Deutschlands abgespielt hat. Es ist die Glienicker Brücke. Am 11. Juni 1985, vor 40 Jahren also, fand hier der größte Agentenaustausch statt: 23 West-Spione aus DDR-Haft wurden gegen vier Ost-Agenten ausgetauscht. Acht lange Jahre hatten die Verhandlungen gedauert.
Vor etwa 2000 Jahren fand ein Gefangenenaustausch anderer Art statt. Einem Brauch folgend, stellte der Statthalter Pilatus das aufgewühlte Volk in Jerusalem vor die Frage: „Barabbas oder Jesus – wen soll ich freilassen?“ Eine schwerwiegende Entscheidung! Wider alle Vernunft traf das Volk die falsche Wahl. Der Verbrecher Barabbas wurde ein freier Mensch, Jesus starb an dem Kreuz, das für Barabbas vorgesehen war. Welch ein Tausch!
Dieses Kreuz, an dem Jesus starb, wurde allerdings zur größten Brücke der Menschheitsgeschichte. Hier fand der größte Austausch statt, den man sich vorstellen kann: die zum ewigen Tod verurteilten Menschen aller Zeiten gegen den sündlosen Sohn Gottes selbst! Als dieser ausrief: „Es ist vollbracht!“, verkündete er damit die Freilassung aller Sünder, einschließlich jener, die von sich meinen, eine weiße Weste zu tragen; denn da ist keiner, der aufgrund seines frommen Lebensstils vor Gott bestehen kann (siehe Röm 3,10–12).
Auch mein Freispruch wurde auf dieser Brücke auf dem Hügel Golgatha von Jesus teuer erkauft. Teuer, weil der Preis dafür derselbe gewesen wäre, hätte es auf der Welt keinen weiteren Sünder außer mir gegeben. Unvorstellbar!
Freigekauft wurden alle Menschen, aber nur wer über die Brücke den Weg zurück zum Vaterhaus einschlägt, wird erleben, was es heißt, frei – für immer frei! – zu sein. Jesus Christus sei Dank!
Zum Bibelvers: Matthäus 27,20–21
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Entscheidung
Ich stehe auf einer unspektakulären Brücke, die Potsdam mit Berlin verbindet, und denke darüber nach, was sich hier vor der Wiedervereinigung Deutschlands abgespielt hat. Es ist die Glienicker Brücke. Am 11. Juni 1985, vor 40 Jahren also, fand hier der größte Agentenaustausch statt: 23 West-Spione aus DDR-Haft wurden gegen vier Ost-Agenten ausgetauscht. Acht lange Jahre hatten die Verhandlungen gedauert.
Vor etwa 2000 Jahren fand ein Gefangenenaustausch anderer Art statt. Einem Brauch folgend, stellte der Statthalter Pilatus das aufgewühlte Volk in Jerusalem vor die Frage: „Barabbas oder Jesus – wen soll ich freilassen?“ Eine schwerwiegende Entscheidung! Wider alle Vernunft traf das Volk die falsche Wahl. Der Verbrecher Barabbas wurde ein freier Mensch, Jesus starb an dem Kreuz, das für Barabbas vorgesehen war. Welch ein Tausch!
Dieses Kreuz, an dem Jesus starb, wurde allerdings zur größten Brücke der Menschheitsgeschichte. Hier fand der größte Austausch statt, den man sich vorstellen kann: die zum ewigen Tod verurteilten Menschen aller Zeiten gegen den sündlosen Sohn Gottes selbst! Als dieser ausrief: „Es ist vollbracht!“, verkündete er damit die Freilassung aller Sünder, einschließlich jener, die von sich meinen, eine weiße Weste zu tragen; denn da ist keiner, der aufgrund seines frommen Lebensstils vor Gott bestehen kann (siehe Röm 3,10–12).
Auch mein Freispruch wurde auf dieser Brücke auf dem Hügel Golgatha von Jesus teuer erkauft. Teuer, weil der Preis dafür derselbe gewesen wäre, hätte es auf der Welt keinen weiteren Sünder außer mir gegeben. Unvorstellbar!
Freigekauft wurden alle Menschen, aber nur wer über die Brücke den Weg zurück zum Vaterhaus einschlägt, wird erleben, was es heißt, frei – für immer frei! – zu sein. Jesus Christus sei Dank!
Zum Bibelvers: Matthäus 27,20–21
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