
25. Feb. 2025 23:01Gerhard Wagner
Andacht 26. Februar 2025
Gedanken zum Thema: Zugehörig
Untersuchungen zeigen, dass junge Menschen für ihre Gesundheit dringend die Erfahrung der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, zu Freunden und der Familie brauchen. Viele Schüler, die wegen Corona lange allein sein mussten, litten seelisch. Tägliche Gemeinschaft mit Gott konnte hier helfen. Doch wie weiß ich, dass ich zu Gott und seinem Himmelreich gehöre?
Jesus sagte in der Bergpredigt: Glücklich „sind, die da geistlich arm sind“, denn diesen Menschen gehört das Himmelreich. Sind wir geistlich arm? In Laufe der Zeit dachten viele Menschen über diese Worte nach. Ging es darum, geistig beeinträchtigt zu sein? Oder keinen Glauben an Gott und kein Vertrauen in ihn zu haben? Oder dachte Jesus an die Menschen, die sich ihrer eigenen Begrenztheit bewusst waren?
Ich weiß nicht, wer für Jesus damals geistlich arm war. Die Verantwortlichen des Landes verstanden sich als Hüter der Wahrheit – hüteten aber mehr ihren Besitzstand. Sie waren sich kaum ihrer Armut vor Gott bewusst. Jesu Zuhörer fühlten sich angesprochen und spürten seine Vollmacht (Mt 7,28-29). Sie hinterfragten ihre eigene Sicht und merkten, wie anders Jesus dachte, redete und handelte. Mir wurde im Laufe der Zeit klar, dass Jesus Menschen anspricht, die um die Grenzen ihrer Erkenntnis wissen. Wenn den Armen im Geiste das Himmelreich gehört, dann stellt Jesus damit das Denken der Menschen auf den Kopf. Wir ehren normalerweise Personen mit vielen Erkenntnissen und großem Wissen: Wissenschaftler, weitblickende Politiker, kluge Ratgeber, Fachleute auf ihrem Gebiet. Jesus suchte Menschen, die ihm vertrauen wollten. Jesus freute sich über jene, die seinem Wort glaubten. Jesus spürte den Widerstand der Mächtigen und Besserwisser. Man kann vor anderen mit seinem klugen Geist punkten, doch vor Gott zählen die Erkenntnis der eigenen Grenzen und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu Gott und seinem Reich.
Viel Wissen kann aufblähen, aber Vertrauen zu Gott und Liebe zum Nächsten bauen auf und machen die Erde ein bisschen schöner.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Zugehörig
Untersuchungen zeigen, dass junge Menschen für ihre Gesundheit dringend die Erfahrung der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, zu Freunden und der Familie brauchen. Viele Schüler, die wegen Corona lange allein sein mussten, litten seelisch. Tägliche Gemeinschaft mit Gott konnte hier helfen. Doch wie weiß ich, dass ich zu Gott und seinem Himmelreich gehöre?
Jesus sagte in der Bergpredigt: Glücklich „sind, die da geistlich arm sind“, denn diesen Menschen gehört das Himmelreich. Sind wir geistlich arm? In Laufe der Zeit dachten viele Menschen über diese Worte nach. Ging es darum, geistig beeinträchtigt zu sein? Oder keinen Glauben an Gott und kein Vertrauen in ihn zu haben? Oder dachte Jesus an die Menschen, die sich ihrer eigenen Begrenztheit bewusst waren?
Ich weiß nicht, wer für Jesus damals geistlich arm war. Die Verantwortlichen des Landes verstanden sich als Hüter der Wahrheit – hüteten aber mehr ihren Besitzstand. Sie waren sich kaum ihrer Armut vor Gott bewusst. Jesu Zuhörer fühlten sich angesprochen und spürten seine Vollmacht (Mt 7,28-29). Sie hinterfragten ihre eigene Sicht und merkten, wie anders Jesus dachte, redete und handelte. Mir wurde im Laufe der Zeit klar, dass Jesus Menschen anspricht, die um die Grenzen ihrer Erkenntnis wissen. Wenn den Armen im Geiste das Himmelreich gehört, dann stellt Jesus damit das Denken der Menschen auf den Kopf. Wir ehren normalerweise Personen mit vielen Erkenntnissen und großem Wissen: Wissenschaftler, weitblickende Politiker, kluge Ratgeber, Fachleute auf ihrem Gebiet. Jesus suchte Menschen, die ihm vertrauen wollten. Jesus freute sich über jene, die seinem Wort glaubten. Jesus spürte den Widerstand der Mächtigen und Besserwisser. Man kann vor anderen mit seinem klugen Geist punkten, doch vor Gott zählen die Erkenntnis der eigenen Grenzen und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu Gott und seinem Reich.
Viel Wissen kann aufblähen, aber Vertrauen zu Gott und Liebe zum Nächsten bauen auf und machen die Erde ein bisschen schöner.
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