
25. März 2026 23:01Beate Strobel
Andacht 26.03.2026
Zum Bibelvers: Segen
„Lebe lang und in Frieden!“ Das war der legendäre Gruß von Mr. Spock, dem Vulkanier mit den spitzen Ohren, der in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise zusammen mit Captain Kirk durchs Weltall geflogen ist. Diese Grußformel nutzten in der Raumschiff-Enterprise-Welt die Bewohner des Planeten Vulkan. Dabei werden eine Hand erhoben und Ring- und Mittelfinger zu einem symbolischen V gespreizt. Dieses V steht allerdings nicht, wie man vermuten könnte, für den Anfangsbuchstaben des Planeten Vulkan, sondern diese Geste hat mit der Bibel zu tun. Leonard Nimoy, der Mr.-Spock-Darsteller, der heute 95 Jahre alt geworden wäre, war Jude und hat die V-Geste als Kind im jüdischen Gottesdienst beim Aaronitischen Segen gesehen und in der Fernsehserie weltweit zum Kult gemacht. Die Segensformel aus dem vierten Buch Mose ist fester Bestandteil jüdischer Gottesdienste und wird auch in vielen christlichen Kirchen gesprochen. „Die meisten Zuschauer aber wissen leider nicht, was dahintersteckt“, sagte Nimoy einmal.
„Lebe lang und in Frieden“ ist also nicht nur ein Gruß der Vulkanier, sondern eine etwas abgewandelte biblische Segensformel. Das gefällt mir. Wir brauchen heutzutage mehr denn je Segen. Segen heißt auf Lateinisch benedictio. Benedicere bedeutet, sich etwas Gutes sagen, von jemandem gut sprechen. Wie anders könnte die Welt aussehen, wenn wir uns so begegnen würden? Heute, am Geburtstag des Mr.-Spock-Darstellers, möchte ich das ausprobieren und jedem, den ich treffe, etwas Gutes zur Begrüßung oder zum Abschied sagen. Es muss ja nicht unbedingt das etwas schwülstige „Lebe lang und in Frieden“ sein. Es geht vielmehr um die Haltung, die dahintersteht: Ich begegne Menschen aufmerksamer, wenn ich ihnen ganz bewusst etwas Gutes wünsche. Und ich merke wahrscheinlich auch schneller, was sie brauchen oder was ihnen fehlt.
Raumschiff Enterprise habe ich früher geliebt, aber nicht vergöttert. Doch ich finde es klasse, dass in dem Vulkaniergruß eine Verbindung zu meinem Glauben steckt.
Zum Bibelvers: 4. Mose 6,24–26
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Zum Bibelvers: Segen
„Lebe lang und in Frieden!“ Das war der legendäre Gruß von Mr. Spock, dem Vulkanier mit den spitzen Ohren, der in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise zusammen mit Captain Kirk durchs Weltall geflogen ist. Diese Grußformel nutzten in der Raumschiff-Enterprise-Welt die Bewohner des Planeten Vulkan. Dabei werden eine Hand erhoben und Ring- und Mittelfinger zu einem symbolischen V gespreizt. Dieses V steht allerdings nicht, wie man vermuten könnte, für den Anfangsbuchstaben des Planeten Vulkan, sondern diese Geste hat mit der Bibel zu tun. Leonard Nimoy, der Mr.-Spock-Darsteller, der heute 95 Jahre alt geworden wäre, war Jude und hat die V-Geste als Kind im jüdischen Gottesdienst beim Aaronitischen Segen gesehen und in der Fernsehserie weltweit zum Kult gemacht. Die Segensformel aus dem vierten Buch Mose ist fester Bestandteil jüdischer Gottesdienste und wird auch in vielen christlichen Kirchen gesprochen. „Die meisten Zuschauer aber wissen leider nicht, was dahintersteckt“, sagte Nimoy einmal.
„Lebe lang und in Frieden“ ist also nicht nur ein Gruß der Vulkanier, sondern eine etwas abgewandelte biblische Segensformel. Das gefällt mir. Wir brauchen heutzutage mehr denn je Segen. Segen heißt auf Lateinisch benedictio. Benedicere bedeutet, sich etwas Gutes sagen, von jemandem gut sprechen. Wie anders könnte die Welt aussehen, wenn wir uns so begegnen würden? Heute, am Geburtstag des Mr.-Spock-Darstellers, möchte ich das ausprobieren und jedem, den ich treffe, etwas Gutes zur Begrüßung oder zum Abschied sagen. Es muss ja nicht unbedingt das etwas schwülstige „Lebe lang und in Frieden“ sein. Es geht vielmehr um die Haltung, die dahintersteht: Ich begegne Menschen aufmerksamer, wenn ich ihnen ganz bewusst etwas Gutes wünsche. Und ich merke wahrscheinlich auch schneller, was sie brauchen oder was ihnen fehlt.
Raumschiff Enterprise habe ich früher geliebt, aber nicht vergöttert. Doch ich finde es klasse, dass in dem Vulkaniergruß eine Verbindung zu meinem Glauben steckt.
Zum Bibelvers: 4. Mose 6,24–26
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