Andacht 28. Februar 2025
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Bibel
Glauben

27. Feb. 2025 23:01Reiner Dürsch

Andacht 28. Februar 2025

Gedanken zum Thema: Dreieinigkeit

Ein Beitrag auf Facebook, in dem ich die Predigt einer Theologin lobend erwähnt hatte, brachte den Stein ins Rollen. Im Handumdrehen fand ich mich unbeabsichtigt in einer Diskussion über die Dreieinigkeit Gottes wieder. Ein guter Bekannter versuchte mir klarzumachen, dass die Trinität nicht biblisch sein könne, da sie katholischen Ursprungs sei. Schon bald verlegte ich unseren Austausch auf die Ebene persönlicher Nachrichten. Trotz eines guten Umgangsstils griff mich unsere Korrespondenz allmählich an, steigerte meinen Blutdruck. Ich begriff: So respektvoll wir uns auch schrieben – die Erscheinungsweise Gottes wurde unweigerlich zu einem Streitobjekt. Es ging nur noch darum, „die eigene Haut zu retten“. Mit persönlichen Fragen an mein Gegenüber versuchte ich mich aus der theologischen Frage auszuklinken. Ich erinnerte mich an das Zitat von Philipp Melanchthon: „Die Geheimnisse der Gottheit sollten wir lieber anbeten, als sie zu erforschen“ (Loci comunes).

Der lebendige und allmächtige Gott ist in Liebe für uns da und sorgt täglich für uns. Und wie oft diskutieren wir über ihn, statt ihn in unser Gespräch einzuladen. Auch in seinem zweiten Brief an die Korinther bezeugt Paulus den dreieinigen Gott. Er wirkt durch Christus mit dem Ziel, unseren Glauben belastbarer und tiefer zu machen. Und der Heilige Geist kann dies bezeugen und bestätigen, von unserer Taufe an. Wir können allerdings nur das von Gott sagen, was von ihm offenbart ist. Dabei spricht der eine viel von Gott dem Vater, weil ihm die väterliche Geborgenheit sehr viel bedeutet. Ein anderer erwähnt immer Christus, der uns Menschen absolut verstehen kann. Manche Christen betonen den Heiligen Geist sehr stark, denn er bezeugt den Vater und zeugte Jesus. Der Heilige Geist ist der Initiator und Manager der Weltmission, aber auch ein äußerst einfühlsamer Herzensbekehrer.

Mir wurde klar: Ich kann Gott mit meinem begrenzten Verstand nicht definieren, höchstens beschreiben; vor allem aber kann und sollte ich ihn anbeten. Im Vaterunser lädt uns Jesus täglich dazu ein.

Zum Bibelvers: 2. Korinther 1,21-22

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